Jerry Bruckheimer ist einer der erfolgreichsten und kreativsten Filmproduzenten aller Zeiten - zunächst bis Mitte der neunziger Jahre mit seinem unvergessenen Partner Don Simpson, seither als Ein-Mann-Industrie. Er ist ein Filmemacher, der mit Vorliebe überlebensgroße Geschichten mit faszinierenden und komplexen Figuren erzählt. Wie seine Helden schickt Bruckheimer auch sein Publikum auf atemberaubende Reisen, in deren Prozess man lernen, staunen und mitfiebern kann. Wer das Kino nach einem Film von Jerry Bruckheimer verlässt, hat unvergessliche Charaktere, spannende Geschichten und neue Erfahrungen erlebt. Nicht von ungefähr ist es ein Blitz, der die Leinwand teilt, wenn die Filme von Bruckheimer beginnen: Mit ähnlicher Energie und Dynamik wird man als Zuschauer einer Produktion des Hit-Lieferanten zumeist binnen Minuten in einen Strudel der Ereignisse gestürzt - das unverkennbare Markenzeichen des vermutlich erfolgreichsten Produzenten aller Zeiten. Mit Don Simpson drehte er bis 1996 (ihr letzter gemeinsamer Film: "The Rock - Fels der Entscheidung") legendäre Blockbuster wie "Flashdance", "Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall", "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel", "Beverly Hills Cop 2" und "Tage des Donners". Die Simpson/Bruckheimer-Filme haben stets die Box-Office-Listen angeführt. Seit Simpsons tragischem Tod führt Jerry Bruckheimer seine Geschäfte mit untrüglichem Gespür für publikumsträchtige Projekte alleine weiter. Das bewies er mit sieben weltweiten Hits in Folge: "Con Air", die erste Produktion von Jerry Bruckheimer Films, mit der der Hit-Lieferant nahtlos an seine früheren Erfolge anknüpfte; "Armageddon - Das jüngste Gerücht", der weltweit erfolgreichste Kinofilm des Jahres 1998; "Der Staatsfeind Nr. 1", ein Kritiker- und Publikumserfolg mit Will Smith in der Hauptrolle, dessen Weltkarriere mit dem Bruckheimer-Film "Harte Jungs - Bad Boys" ihren Ausgang nahm; das wilde Car-Crash-Spektakel "Nur noch 60 Sekunden" mit Nicolas Cage und Angelina Jolie, das als fünfte Bruckheimer-Produktion in Folge in den USA mehr als 100 Mio. Dollar einspielen konnte; der erotisch-unbeschwerte "Coyote Ugly"; das emotionale Drama "Gegen jede Regel", mit dem Denzel Washington den größten Erfolg seiner beeindruckenden Karriere feierte, und zuletzt das Kriegsepos "Pearl Harbor", das schon an seinem Premierenwochenende 75 Millionen Dollar einbrachte. Über zwölf Milliarden Dollar Einspielbrutto an Kinokarten, Videokassetten und Platten konnte Jerry Bruckheimer im Verlauf seiner Karriere für sich verbuchen. Von seinem Sitz in den Walt Disney Studios in Kalifornien aus trägt Bruckheimer weiterhin einen guten Teil zur Ökonomie Hollywoods bei. Bruckheimer, geboren in Detroit, Michigan, begann seine Karriere als Fotograf. Er gewann für seine Bilder eine ganze Reihe von Preisen, ehe er sich dem Filmgeschäft zuwandte und zunächst als Artdirector und Produzent von Werbefilmen für das Fernsehen tätig war. Mehrere Clio-Awards waren der Lohn seiner TV-Arbeiten. Vor seiner Zusammenarbeit mit Simpson war Bruckheimer bereits bei "American Gigolo", "Katzenmenschen", "Der Einzelgänger", "Küß' mich, Doc" und "Fahr zur Hölle, Liebling" als Produzent in Erscheinung getreten. Seitdem er sich 1983 bei der Produktion des Blockbusters "Flashdance" mit Don Simpson zusammengetan hatte, wurde Bruckheimer mit insgesamt 15 Oscar-Nominierungen geehrt. Seine Filme wurden ausgezeichnet mit zwei Academy Awards für den besten Song, drei Golden Globe Awards, dem MTV-Award für den besten Film des Jahrzehnts und zwei People's Choice Awards für den besten Film. Simpsons Filmhit "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" gilt als einer der profitabelsten Filme in der Firmengeschichte von Paramount. Bruckheimer prägte mit seinen Filmen nicht nur eine ganze Ära: Er machte aus aufstrebenden Talenten - wie Eddie Murphy oder Tom Cruise in den Achtzigern und Will Smith und Nicolas Cage in den Neunzigern - Superstars und brachte die Karrieren von talentierten Regisseuren wie Tony Scott, Adrian Lyne, Simon West oder Michael Bay ins Rollen. Nach einer kurzen Zeit der Neuorientierung in den frühen neunziger Jahren, als Bruckheimer und Simpson vier Jahre ohne neuen Film hatten verstreichen lassen, feierte das erfolgreichste Produzentenduo in der Geschichte des Films 1995 mit drei Blockbustern binnen sechs Monaten - "Bad Boys", "Crimson Tide - In tiefster Gefahr" und "Wilde Gedanken - Dangerous Minds" - eines der eindrucksvollsten Comebacks aller Zeiten. Seither war jeder Film Bruckheimers ein Hit: "The Rock - Fels der Entscheidung" spielte weltweit mehr als 350 Millionen Dollar ein und avancierte zum meistbestellten Leihvideo aller Zeiten. Die National Association of Theatre Owners (NATO) wählte den Actionfilm mit Sean Connery und Nicolas Cage zum Film des Jahres. "Con Air" kam auf ein Welt-Boxoffice von über 230 Millionen Dollar und bescherte seinem Produzenten zwei Oscar-Nominierungen und einen Grammy. "Armageddon" avancierte mit einem Boxoffice von mehr als 560 Millionen Dollar zum bis dato erfolgreichsten Live-Action-Spielfilm in der Geschichte des Walt Disney Studios, nachdem der Film bei seinem US-Start das bis dahin drittbeste Wochenend-Einspiel überhaupt am Independence-Day-Weekend vorweisen konnte. Der ausgekoppelte Song "I Don't Want to Miss a Thing" von Aerosmith war ein weltweiter Nummer-eins-Erfolg. Das Soundtrack-Album wurde mehrere Millionen mal abgesetzt. Ebenfalls noch 1998 kam "Der Staatsfeind Nr.1", ein psychologischer Actionthriller mit Will Smith und Gene Hackman, in die Kinos. Publikum und Kritik waren einhellig begeistert: Weltweit spielte der Film 225 Millionen Dollar ein. "Nur noch 60 Sekunden" mit Nicolas Cage, Angelina Jolie, Giovanni Ribisi, Delroy Lindo und Robert Duvall folgte im Juni 2000: Das Update des 74er Klassikers "Die Blech-Piraten" bescherte Bruckheimer mit 25,3 Millionen Dollar das beste Nicht-Feiertags-Wochenendeinspiel überhaupt und kam allein in den USA insgesamt auf über 100 Millionen Dollar Boxoxffice. "Coyote Ugly" folgte nur zwei Monate später. In der romantischen Komödie wird die Geschichte einer 21-Jährigen erzählt, die sich in Manhattan ihren Traum von einer Karriere als Songwriterin erfüllen will und dabei verrückte Abenteuer erlebt. Der Soundtrack enthielt Lieder, die von Diane Warren geschrieben und von LeAnn Rimes interpretiert wurden, und konnte sich auf Anhieb auf Platz eins der Country-Charts behaupten. In den Billboard-Charts schaffte er es in die Top Ten. Nur einen Monat danach schickte Jerry Bruckheimer das Sport-drama "Gegen jede Regel" in die Kinos. Inspiriert von einer wahren Geschichte, erzählt Regisseur Boaz Yakin darin von einem schwarzen Footballtrainer, der die Rassenintegration bei einem Footballteam in Virginia durchsetzte und damit sensationelle Erfolge feiern und das Gefüge der gesamten Gemeinde verändern konnte. Der Film lief mit 21,2 Millionen Dollar in den USA an und bescherte Denzel Washington das beste Startergebnis seiner Karriere (seinen zweitbesten Start hatte er mit der Simpson/Bruckheimer-Produktion "Crimson Tide - In tiefster Gefahr"). Der Film avancierte nicht nur zu einem der erfolgreichsten Filme der US-Herbstsaison, er wurde bei den People's Choice Awards auch als beliebtester dramatischer Film und für den besten Hauptdarsteller nominiert. 1985 und 1988 wurde Bruckheimer gemeinsam mit Simpson von der National Association of Theater Owners bei der ShoWest zum Produzenten des Jahres gekürt. Im gleichen Jahr, 1988, ernannte die Publicists Guild of America die beiden zu den Showmännern des Jahres. 1998 wurde Bruckheimer auf der ShoWest erstmals alleinig zum Internationalen Produzenten des Jahres deklariert und erhielt überdies einen David O. Selznick Award für sein Lebenswerk. Müde aber ist Jerry Bruckheimer noch lange nicht: Im März begannen die Dreharbeiten zu Ridley Scotts "Black Hawk Down", einer packenden Nacherzählung der 1993 ausgefochtenen Schlacht von Mogadischu in Somalia, die auf dem Bestseller-Roman von Mark Bowden basiert.Ebenfalls im Frühjahr werden in Australien die Dreharbeiten zu der Komödie "Down And Under" beginnen, die Bruckheimer erneut mit "Coyote Ugly"-Regisseur David McNally zusammenführt. Gemeinsam erzählen sie die verrückte Geschichte zweier Freunde aus Australien, die Mafiageld in Australien ab-liefern sollen. Durch eine Verstrickung der Ereignisse gerät das Geld aber in den Besitz eines Kängurus, das die beiden Freunde über den gesamten Kontinent jagen müssen. In Vorbereitung befindet sich auch der Thriller "Take Down". Darin muss ein U.S. Marshal, der die brutale Vergewaltigung einer Kollegin rächen will, feststellen, dass ausgerechnet seine Vorgesetzten den Vergewaltiger schützen, um an einen Großverbrecher heranzukommen. Als Drehstart ist das Frühjahr vorgesehen. Weiterhin arbeitet Bruckheimer nach einer Idee von Ben Affleck an dem Thriller "Affirmative Action" über einen schwarzen Cop und einen weißen FBI-Agenten, die einem Drogenboss das Handwerk legen müssen. Affleck und Will Smith sind für die Hauptrollen vorgesehen. Außerdem auf der Produktionsliste des nimmermüden Blockbuster-Spezialisten: "Witness To The Truth" nach Erzählungen des FBI-Agenten Paul Lindsay, "The Veronica Guerin Story" über die irische Journalistin, die Gangsterbossen in Dublin zum Opfer fiel, "Rogue Warrior" über die Abenteuer einer Gruppe von Navy SEALs, "The Tiger Project" über die Bemühungen der Umweltschützerin Belinda Wright in Indien, und "Operation Moses" über einen New Yorker Broker, der sein Leben bei der geheimen Rettung äthiopischer Juden riskierte.
Im vergangenen Herbst begann CBS mit der Ausstrahlung der von
Jerry Bruckheimer produzierten Serie "Crime Scene Investi-gations".
William Petersen und Marg Helgenberger spielen in "C.S.I."
zwei Mitglieder einer speziell ausgebildeten Forensik-Abteilung
der Polizei von Las Vegas. Die Serie ist längst der erfolgreichste
Titel in seiner Ausstrahlungszeit und wurde bei den People's Choice
Awards als beste Serie nominiert. Außerdem ist Bruckheimer
mit der Herstellung der Actionserie "Soldiers of Fortune"
und der ABC-Serie "Dangerous Minds" mit Annie Potts
beschäftigt.
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